Erneuerbare Energie – Lorenz denkt öffentlich https://schirmer.net Alles was mich so bewegt. Politik, Klima, Energiewende, Zukunft, Perspektive, Liebe und Mitgefühl, Menschenrechte, Demokratie, Rechtsstaat, IT, IoT, Stuff Sun, 07 Sep 2025 10:53:04 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.3 https://schirmer.net/wp-content/uploads/2025/08/cropped-icon-32x32.png Erneuerbare Energie – Lorenz denkt öffentlich https://schirmer.net 32 32 Windkraft – ein wirtschaftlicher Wind in Selbstverwaltung https://schirmer.net/politik-gesellschaft/windkraft-ein-wirtschaftlicher-wind-in-selbstverwaltung/ https://schirmer.net/politik-gesellschaft/windkraft-ein-wirtschaftlicher-wind-in-selbstverwaltung/#respond Sun, 07 Sep 2025 10:52:20 +0000 https://schirmer.net/?p=83
Windkraft – ein wirtschaftlicher Wind in Selbstverwaltung

Die Machbarkeitsstudie zur ökologischen und technischen Umsetzbarkeit von Windkraft in Wettenberg bietet den idealen Auftakt, um Bürger*innen und Gewerbetreibende transparent einzubinden. Windkraft birgt nicht nur ökologisch großen Nutzen – klimapositiv und nachhaltig –, sondern kann auch erhebliche Einnahmen für die Gemeinde generieren.


Kommunale Haushaltsentlastung am Beispiel Simmerath (Eifel)

Durch Windkraft erzielte Einnahmen ermöglichten Simmerath den Bau eines familienfreundlichen Schwimmbads mit zwei Becken sowie moderner Sport- und Betreuungsinfrastruktur – ohne Grundsteuererhöhungen für Familien„Hätten wir diese Einnahmen nicht, müssten wir die Grundsteuer für eine vierköpfige Familie … um rund 500 Euro pro Jahr erhöhen“ – so Bürgermeister Bernd Goffart 

Das Ergebnis: statt Einwohnerverlust erzielte die Gemeinde ein Bevölkerungswachstum von 10 % – Windkraft als sichtbarer Zukunftsimpuls.


Bostelwiebeck in der Lüneburger Heide

Vier Windenergieanlagen bringen den angrenzenden Gemeinden jährlich rund 100.000 € an freiwilligen Zahlungen ein, die gezielt in lokal sichtbare Projekte – etwa ein neues Gemeindezentrum – investiert werden  

Zudem regelt § 6 EEG seit 2021 eine Beteiligung von 0,2 Cent pro eingespeiste kWh – je Anlage also zusätzliche Einnahmen von 20.000–35.000 € jährlich. Gemeinden können darüber frei entscheiden .


Größere Dimension: Qualitas Energy

Der Betreiber Qualitas Energy zahlte 2023 mehr als 1 Mio. € freiwillige kommunale Abgaben, mit Ausbaupotenzial bis zu 5 Mio. € jährlich  . Solche Beiträge sind strukturelle Zukunftsvorsorge für Gemeinden.


Langfristige Perspektiven: Rhein-Hunsrück-Kreis

Seit dem Einstieg in erneuerbare Energien 1999 deckt der Rhein-Hunsrück-Kreis mittlerweile fast 60 % seines Strombedarfs über regenerative Anlagen und erwirtschaftet daraus 14,6 Mio. € kommunale Wertschöpfung pro Jahr.


Vorzeigeprojekt Wildpoldsried (Allgäu)

Die Gemeinde produziert rund 321 % mehr Energie als sie verbraucht und erzielte damit bereits 2011 etwa 4 Mio. € Umsatz jährlich. Zahlreiche kommunale Gebäude folgten – darunter Schul- und Sportstätten – und das mit 65 % weniger CO₂-Emissionen


Fazit – Windkraft als Schlüssel zur Zukunft

1. Ökonomische Hebelwirkung: Windkraft generiert Einnahmen über Pacht, Gewerbesteuer oder freiwillige Abgaben – die Grundlage für kommunale Investitionen in Bildung, Infrastruktur, Sport und Kultur.

2. Steuerminderung & Haushaltsspielraum: Ersparnisse für Bürger*innen (siehe Simmerath), Schuldenabbau und bessere Lebensqualität.

3. Bürgernähe & Transparenz: Beteiligungsformen wie Bürgerwindparks, Energiegenossenschaften, Nachrangdarlehen oder Regionaldialoge schaffen Akzeptanz, Identifikation und Zusammenhalt  https://www.caeli-wind.de/ratgeber/detailseite/windenergie-in-kommunen-wie-staedte-und-gemeinden-die-energiewende-zum-heimspiel-machen-koennen
https://www.statkraft.de/explained-by-statkraft/wind-oder-solarparks-beteiligung/

4. Zukunftssicherheit: Beispiele wie Bostelwiebeck, Rhein-Hunsrück oder Wildpoldsried zeigen, wie Windkraft zu nachhaltigem Wohlstand, Energiewende und modernem Gemeindeleben beiträgt.


Chancen für Wettenberg

Gerade für Wettenberg eröffnen sich durch die Windkraft erhebliche Möglichkeiten: stabile Einnahmen aus Pacht, Gewerbesteuern und EEG-Beteiligungen könnten den Haushalt nachhaltig stärken und dringend benötigte Investitionen in Schulen, Sportstätten, Digitalisierung und Klimaanpassung ermöglichen. Gleichzeitig ließe sich die lokale Wirtschaft fördern – etwa durch Aufträge für regionale Handwerksbetriebe, Dienstleister und Zulieferer. Auch das örtliche Gewerbe profitiert von langfristig planbaren, günstigeren Energiekosten und einer besseren Versorgungssicherheit. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet das: weniger Steuerdruck, sichtbare Verbesserungen im Alltag und die Gewissheit, dass die Gemeinde aktiv ihre Zukunft gestaltet – ökologisch wie ökonomisch.

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Deutschland soll Klimaziele sichern – nicht ausbremsen: Offener Brief des DNR https://schirmer.net/uncategorized/deutschland-soll-klimaziele-sichern-nicht-ausbremsen-offener-brief-des-dnr/ https://schirmer.net/uncategorized/deutschland-soll-klimaziele-sichern-nicht-ausbremsen-offener-brief-des-dnr/#respond Sun, 07 Sep 2025 10:38:04 +0000 https://schirmer.net/?p=79 Berlin, 4. September 2025 – In einem eindringlichen offenen Brief appelliert der Deutsche Naturschutzring (DNR) an Bundeskanzler Friedrich Merz, sich entschieden gegen eine mögliche Verzögerung des EU-Klimaziels für 2040 zu stellen. Hintergrund: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wird vorgeworfen, eine Entscheidung im zuständigen EU-Umweltrat zugunsten der Debatte im Europäischen Rat der Staats- und Regierungschefs zu verschieben – eine Strategie, die als taktisch gefährlich und blockierend betrachtet wird

1. Deutschlands Verantwortung: Handeln statt Zögern

Der DNR reib sich deutliche Worte: Eine Verschiebung des Beschlusses zum 2040-Ziel würde Glaubwürdigkeit und Handlungsfähigkeit der EU schwächen – und zwar just im Gedenkjahr des Pariser Klimaabkommens. Deutschland müsse als wirtschaftlicher Motor Europas eine führende Rolle einnehmen – nicht unnötig blockieren.

2. Warum gerade der 18. September entscheidend ist

Der Brief fordert explizit die politische Entscheidung für ein Klimaziel von mindestens –90 % bis 2040 im EU-Umweltrat am 18. September – inklusive fristgerechter Einreichung des daraus abzuleitenden Nationally Determined Contribution (NDC) bei den UN. 

Ohne diesen Beschluss droht ein schwacher, unmöglicher EU-Beitrag zur globalen Klimapolitik – ein Imageschaden ohnegleichen, gerade vor der anstehenden Klimakonferenz in Brasilien. 

3. Klimapolitik, Glaubwürdigkeit und industrielle Transformation – alles gehört zusammen

Bereits andere Stellungnahmen und Positionspapiere untermauern diesen Appell:

  • Der Europäische Wissenschaftliche Beirat zum Klimawandel (ESABCC) empfiehlt deutlich eine Emissionsreduktion von 90 bis 95 % bis 2040. Eine entsprechende gesetzliche Verankerung schafft dringend benötigte Planungs- und Investitionssicherheit – z. B. für Schlüsselinitiativen wie den „Clean Industrial Deal“ oder die Transformation zu grüner Wertschöpfung. 
  • Die EU-Kommission hat bereits einen Vorschlag zur Emissionsminderung von 90 % vorgelegt, doch Umweltverbände kritisieren, dass dies zu wenig ambitioniert und zu sehr auf Carbon Capture & Storage (CCS) setzt – eine riskante Ausrichtung. 
  • Ebenso wird eine Verlagerung von Emissionsreduktionen ins Ausland oder auf technische Kohlenstoffsenken scharf kritisiert: Effektiver Klimaschutz funktioniert nur, wenn er innerhalb Europas stattfindet

4. Europa braucht strategische Führungsstärke

Nicht um moralische Geste, sondern um industrie- und sicherheitspolitischen Nutzen für Europa geht es DNR wie Kolleginnen und Kollegen: Ein ambitioniertes 2040-Ziel stärkt:

  • Resilienz gegenüber geopolitischen Unsicherheiten
  • Investitionssicherheit
  • Strukturwandel und Innovationskraft – von grünem Stahl über Wasserstoff bis hin zur erneuerbaren Verkehrs- und Energieinfrastruktur .

Fazit – für eine glaubwürdige, strategische Klimapolitik

Deutschland steht im offenen Brief im Fokus: als Gestalter — nicht als Bremsklotz. Ein entschiedener Beschluss für ein verbindliches EU-Klimaziel von mindestens –90 % bis 2040, mit dem fristgerechten NDC, ist essenziell. Die Einladung zur weitreichenden, deutsch-französischen Zusammenarbeit bleibt ein offenes Angebot, das zugleich klimapolitische Verantwortung und industrielle Zukunft verknüpft.

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Rückwärtsgewandte Auto-Strategie: Söders 10-Punkte-Plan ist ein Schlag ins Kontinuum der Zukunft https://schirmer.net/politik-gesellschaft/rueckwaertsgewandte-auto-strategie-soeders-10-punkte-plan-ist-ein-schlag-ins-kontinuum-der-zukunft/ https://schirmer.net/politik-gesellschaft/rueckwaertsgewandte-auto-strategie-soeders-10-punkte-plan-ist-ein-schlag-ins-kontinuum-der-zukunft/#respond Sun, 07 Sep 2025 10:32:32 +0000 https://schirmer.net/?p=75 Vorwärts in die Vergangenheit?

Markus Söder, CSU-Chef und bayerischer Ministerpräsident, präsentiert kurz vor dem Start der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) seinen 10-Punkte-Plan „Ja zum Auto, Ja zum Autoland Deutschland“ – und zeigt damit: Der Blick der Union verläuft rückwärts und trägt das Risiko, Deutschlands Automobilindustrie ins Aus zu katapultieren  .

Die zentralen Forderungen – ein Katalog der Illusionen

  • Kippen des EU-Verbrenner-Verbots ab 2035 – im Kern ein nostalgisches Bekenntnis zum fossilen Zeitalter. Hier werden E-Fuels und neuer technischer Realismus als Heilsversprechen ausgegeben  .
  • CO₂-Ziele runterfahren, Ladeinfrastruktur fördern, Zulieferindustrie stützen, Führerschein günstiger machen – alles Maßnahmen, die oberflächlich pragmatisch wirken, jedoch die Zukunftsfähigkeit Deutschlands als Mobilitätsstandort ignorieren  .

Zukunft oder Status quo? Der fatale Rückfall in alte Zeiten

Dieser Plan lässt jegliche Vision vermissen. Während andere Länder konsequent auf Elektromobilität und emissionsfreie Antriebe setzen, hält die Union verzweifelt am Verbrenner fest – aus Angst um kurzfristige Wählergruppen, nicht aus strategischem Weitblick.

Dabei tun deutsche Autohersteller sich längst schwer: Hohe Produktionskosten, fehlende Innovationsdynamik bei E-Mobilität, schrumpfende Absätze in Schlüsselmärkten wie China – €564 Mrd Jahresumsatz sind nur ein Rückgriff auf Glanz vergangener Tage  .

Technologischer Stillstand statt Transformation

Experten warnen seit Monaten: Der Weg aus der Krise kann nur über ein klares Bekenntnis zur Batterie-Elektromobilität, nachhaltige Rahmenbedingungen für Hersteller sowie gezielte Kaufanreize führen  . Söder dagegen zimmert lieber an Verboten und Anachronismen – das ist nicht zukunftsorientiert, sondern technologischer Stillstand.

Wirtschaftliche und politische Unvernunft

Dieser Plan gefährdet den Standort Deutschland:

  • Bringt keinerlei Stabilität, sondern schafft Unsicherheit für Investoren.
  • Ignoriert die globale Konkurrenz, vor allem aus Asien, die bei E-Autos längst die Führung übernommen haben  .
  • Spielt mit den Arbeitsplätzen von heute, um eine statische, vergangenheitsorientierte Mobilitätsillusion aufrechtzuerhalten.

Ist die Union noch politisch und wirtschaftlich kompetent, wenn sie in einer Schlüsselindustrie die Zukunft ausklammert?


Fazit: Ein Plan ohne Weitsicht – ein Rückschritt im Super-Gau

Markus Söder und die Union liefern mit ihrem 10-Punkte-Plan keine zukunftsgewandte Industriepolitik, sondern ein ideologisches Festhalten an veralteten Technologien. Die Vision der deutschen Automobilindustrie – wegweisend im Zeitalter elektrischer und softwaredefinierter Mobilität – wird damit radikal unterhöhlt.

Wer weiterhin mit E-Fuels und Techniknostalgie liebäugelt, stellt nicht Arbeitsplätze sicher, sondern bringt sie in Gefahr. Die wirkliche Krise wäre nicht das Verbrenner-Verbot – sondern wenn Deutschland beim technologischen Wandel abgehängt wird.

  1. ZDFheute – Söders 10-Punkte-Plan zur Unterstützung der Autohersteller👉 https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/soeder-10-punkte-plan-unterstuetzung-autohersteller-100.html
  2. New-Facts.eu – Söder legt 10-Punkte-Plan vor👉 https://www.new-facts.eu/sortierung-top/deutschlandwelt-block/2025/09/07/soeder-legt-10-punkte-plan-zur-unterstuetzung-der-autohersteller-vor/692755/
  3. Mobiflip.de – CSU mit 10-Punkte-Plan fürs Auto👉 https://www.mobiflip.de/shortnews/e-autos-verbrenner-und-mehr-csu-mit-10-punkte-plan-fuers-auto/
  4. ZDFheute – Autoindustrie Deutschland: Zahlen & Fakten👉 https://www.zdfheute.de/wirtschaft/autoindustrie-deutschland-zahlen-fakten-100.html
  5. ZDFheute – Autoindustrie in der Krise👉 https://www.zdfheute.de/wirtschaft/autoindustrie-deutschland-krise-100.html
  6. VDA – Pressemitteilung zum 10-Punkte-Plan👉 https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2024/240920_PM_10-Punkte-Plan
  7. ZDFheute – Autoindustrie: Krise und Aussichten👉 https://www.zdfheute.de/wirtschaft/autoindustrie-deutschland-krise-aussichten-100.html
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#technologieentschlossenheit https://schirmer.net/iot/technologieentschlossenheit/ https://schirmer.net/iot/technologieentschlossenheit/#respond Wed, 27 Aug 2025 05:37:50 +0000 https://schirmer.net/?p=44 Bewährte, reife Technologien – der „Werkzeugkasten“ ist voll

  • Solar (Photovoltaik), Windkraft, Wasserkraft, Geothermie: Sie liefern Strom mit unter 5 % der CO₂‑Emissionen von Kohle – laut IPCC  .
  • Speicherlösungen: Lithium‑Ionen‑Batterien sind etabliert; daneben steht eine ganze Palette an Großspeichern bereit – klassische Pumpspeicher, Wärme‑ bzw. Carnot‑Batterien  , Power‑to‑Gas-Systeme mit Riesenspeicherpotenzial im deutschen Gasnetz (> 200 000 GWh)  .
  • Smart Grids, Digitalisierung & KI helfen, Angebot und Nachfrage effizient zu steuern – z. B. über Prosumernetze, Blockchain, AI‑basierte Netzoptimierung  .
  • Wasserstoff & Sektorkopplung: Elektrolyseanlagen (Alkaline, PEM, SOEC) existieren in kommerziellem oder hohem Technologie-Reifegrad  .
  • Kohlenstoffbindung (CCS), BECCS, insbesondere bei Biomasse: erprobte Technologien mit verschiedenen Methoden wie oxy‑fuel oder post‑combustion CO₂‑Abscheidung  .

Forschung & Innovation – „Zukunftstechnologien“, aber nicht Voraussetzung

Nein, wir brauchen keine reine Technologierevolution – wir brauchen Einsatz:

  • Es existieren emerging Technologien wie Dünnschicht‑PV (Perowskite, CIGS), Meeresenergie (Gezeiten, Wellen), Sandbatterien oder künstliche Fotosynthese – vielversprechend, aber nicht zwingend, um jetzt voranzukommen  .
  • Der Fokus sollte auf schneller Skalierung vorhandener Lösungen liegen – laut BloombergNEF reichen reif entwickelte Technologien, um dem Pariser Ziel näher zu kommen. Ein rascher Ausbau kann globale Emissionen bis 2050 deutlich reduzieren  .

Argument “Technologie-Offenheit”: Ein Ablenkungsmanöver?

Technologie‑Offenheit wird oft als Tugend verkauft – aber allzu oft ist es ein Vorwand dafür, sich an alte Strukturen zu klammern:

  • Mancher wartet auf „die nächste große Technologie“, während bestehende, kostenseitige Technologien wirtschaftlich konkurrenzfähig sind und Profit bieten  .
  • Wind- und Solarstrom, Batteriespeicher und effiziente Netzinfrastruktur sind heute günstig – „sauberer Strom verkauft sich“, siehe Jobwachstum und De-facto‑Markterfolge  .
  • Andere, insbesondere in Politik oder Industrie, nutzen Technologie‑Offenheit, um sich nicht zwischen klarem Handlungsdruck zu entscheiden. Das verschiebt Fortschritt und lässt Potenzial ungenutzt.

Beispiele für den entschlossenen Einsatz heute

  • Optimale Kombination: Solar + Wind + flexible Speicher + Smart Grids + Wasserstoff als saisonale Ergänzung. Alles verfügbar, alles einsatzfähig.
  • Power‑to‑Gas nutzt bestehende Gasnetz‑Infrastruktur – kosteneffizienter als rein elektrische Langzeitspeicherung  .
  • Carnot‑Batterien: große Energiespeicher in Wärmesystemen, keine seltenen Rohstoffe nötig, teils nutzbar in alten Kraftwerkeinrichtungen  .
  • Smart Grids + Digitaltechnik sorgen für Effizienz und Stabilität – bereits kommerziell nutzbar  .

Fazit: Genug Technologie – jetzt zählt Entschlossenheit

  1. Verfügbar: Alle nötigen Technologien existieren heute – von Solar bis Speicher, von Smart Grids bis Wasserstoff.
  2. Einsatzfähigkeit: Sie sind reif, erprobt, ökonomisch sinnvoll.
  3. Blockade durch Offenheit? Technologie‑Offenheit darf nicht zur Exkulpation werden – wer wartet, verliert Zeit und Chancen.
  4. Nur entschlossene Umsetzung zählt: Politische Entscheidungen, Investitionen, gesellschaftlicher Rückhalt, klare Zeitpläne – das ist der Schlüssel zur Wende.

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Mut statt Mangelverwaltung: Deutschland braucht echte Investitionen – nicht halbe Schritte https://schirmer.net/politik-gesellschaft/mut-statt-mangelverwaltung-deutschland-braucht-echte-investitionen-nicht-halbe-schritte/ https://schirmer.net/politik-gesellschaft/mut-statt-mangelverwaltung-deutschland-braucht-echte-investitionen-nicht-halbe-schritte/#respond Mon, 25 Aug 2025 05:33:16 +0000 https://schirmer.net/?p=36

Deutschland will modernisieren, endlich. Mit dem Sondervermögen »Infrastruktur und Klimaneutralität« sollen 500 Milliarden Euro in die Zukunft des Landes fließen. Ein großer Wurf? Leider nicht. Wer genauer hinschaut, erkennt: Es ist ein überfälliger Schritt – aber einer, der viel zu zaghaft bleibt.

Jahrzehnte der Unterlassung rächen sich

Die Bundesrepublik hat ihre Substanz verschlissen. Straßen, Schienen, Stromnetze und Schulen – überall zeigt sich der Preis jahrzehntelanger Sparpolitik. Die Produktivität stagniert, die Konjunktur lahmt, und gleichzeitig wundern wir uns über wachsende Standortprobleme. Dass jetzt mehr Geld fließen soll, ist gut – aber viel zu spät und zu wenig.

42 Milliarden pro Jahr sind zu knapp bemessen

Selbst wenn alle geplanten Mittel abgerufen würden, landet Deutschland bei öffentlichen Investitionen knapp über EU-Durchschnitt. Doch Länder wie Polen, Schweden oder Frankreich zeigen längst, was möglich ist. Statt aufzuholen, verwaltet Deutschland weiter den Rückstand. Studien sehen den eigentlichen Bedarf bei mindestens 60 Milliarden jährlich – eher mehr.

Falscher Weg: Gewinne privatisieren, Kosten sozialisieren

Besonders fatal ist die geplante Einbindung privaten Kapitals. Auf den ersten Blick mag das elegant wirken – doch am Ende bedeutet es: Renditen für Konzerne, Zusatzkosten für Verbraucherinnen und Verbraucher. Der Netzausbau allein könnte so bis 2037 Mehrkosten von 220 Milliarden Euro erzeugen. Eine gewaltige Umverteilung, die niemandem hilft – außer Investoren.

Dabei gäbe es einen viel besseren Weg: staatliche Beteiligungsgesellschaften, die Kapital günstig bereitstellen, Renditen in öffentlicher Hand halten und Infrastruktur kosteneffizient modernisieren. Damit würde der Staat nicht nur gestalten, sondern auch langfristig profitieren.

Mut zur Investitionsoffensive statt Angst vor Märkten

Während für Rüstungsausgaben die Schuldenbremse aufgeweicht wurde, bleibt sie für Zukunftsinvestitionen bestehen. Ökonomisch ein Treppenwitz: Jeder Euro für Bildung oder Infrastruktur bringt zwei bis drei Euro zurück. Jeder Euro für Rüstung verpufft fast wirkungslos – und trotzdem sind hier dreistellige Milliardenbeträge kein Problem.

Deutschland braucht endlich den Mut, diese Schieflage zu korrigieren. Nicht noch mehr Umwege über Private, sondern klare öffentliche Verantwortung. Nicht temporäre Sondervermögen, sondern eine dauerhafte Investitionsstrategie. Nicht Klein-Klein, sondern ein Aufbruch, der dem Anspruch einer Industrienation gerecht wird.

Zeit, groß zu denken

Die Transformation zur klimaneutralen Wirtschaft ist kein Randthema – sie entscheidet über Wettbewerbsfähigkeit, Wohlstand und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wer jetzt kleinlich bleibt, riskiert, dass Deutschland den Anschluss verliert.

Es ist Zeit, groß zu denken: mit staatlichen Investitionsgesellschaften, mit einer Reform der Schuldenbremse und mit dem klaren Bekenntnis, Zukunft nicht dem Finanzmarkt zu überlassen, sondern demokratisch zu gestalten.

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Warum Wettenberg auch bei mittlerer Standortgüte einen Windpark braucht https://schirmer.net/politik-gesellschaft/warum-wettenberg-auch-bei-mittlerer-standortguete-einen-windpark-braucht/ https://schirmer.net/politik-gesellschaft/warum-wettenberg-auch-bei-mittlerer-standortguete-einen-windpark-braucht/#respond Fri, 22 Aug 2025 13:53:20 +0000 https://schirmer.net/?p=22 Die Gemeinde Wettenberg hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Klimaneutralität bis 2035. Dieses Ziel erfordert konsequentes Handeln, und erneuerbare Energien spielen dabei eine Schlüsselrolle. Doch was tun, wenn der mögliche Standort für einen Windpark nur eine „mittlere Güte“ aufweist? Ist das Projekt dann noch sinnvoll?

Die Antwort ist klar: Ja – unbedingt!


1. Klimaneutralität braucht lokale Energieerzeugung

Um bis 2035 klimaneutral zu werden, muss Wettenberg seinen Energiebedarf weitgehend aus erneuerbaren Quellen decken. Photovoltaik allein reicht nicht: Solarenergie ist wetter- und tageszeitabhängig. Windkraft ergänzt PV ideal, weil sie vor allem im Herbst, Winter und nachts Strom liefert. So entsteht eine verlässlichere Gesamtversorgung.


2. Mittlere Güte heißt nicht unbrauchbar

Ein Standort mit mittlerer Windgüte bedeutet nicht, dass der Windpark ineffizient wäre. Moderne Windkraftanlagen sind leistungsfähig, leise und auch bei geringeren Windgeschwindigkeiten wirtschaftlich. Schon heute können Anlagen mit über 200 Metern Nabenhöhe auch in Mittelgebirgsregionen eine hohe Jahresstromproduktion erreichen.


3. Regionale Wertschöpfung und Unabhängigkeit

Ein eigener Windpark bringt der Gemeinde nicht nur klimafreundlichen Strom, sondern auch ökonomische Vorteile:

  • Einnahmen aus Pachten und Gewerbesteuern
  • Beteiligungsmöglichkeiten für Bürger:innen
  • Reduzierte Abhängigkeit von fossilen Importen und schwankenden Weltmarktpreisen

4. Vorbildfunktion und Glaubwürdigkeit

Wenn Wettenberg Klimaneutralität bis 2035 ernst meint, muss die Gemeinde alle verfügbaren Potenziale ausschöpfen. Der Bau eines Windparks – auch an einem Standort mittlerer Güte – sendet ein klares Signal: Wir handeln jetzt, nicht irgendwann. Das stärkt die Glaubwürdigkeit lokaler Klimapolitik und wirkt motivierend für Bürger:innen und Unternehmen.


5. Der Mix macht’s

Klimaneutralität wird nicht durch ein einzelnes Projekt erreicht. Photovoltaik, Windkraft, Energiesparen, Speicher und Effizienzmaßnahmen greifen ineinander. Ein Windpark ist dabei ein unverzichtbarer Baustein, selbst wenn die Bedingungen nicht perfekt sind.


Fazit

Die Energiewende gelingt nur, wenn wir Chancen ergreifen – auch dort, wo die Rahmenbedingungen nicht ideal erscheinen. Ein Windpark in Wettenberg ist deshalb nicht „zweite Wahl“, sondern eine Investition in die Zukunft der Gemeinde, in Versorgungssicherheit, Klimaschutz und regionale Wertschöpfung.

👉 Wer 2035 klimaneutral sein will, muss 2025 handeln.

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Das Leben ist vielfältig – Energiewende global https://schirmer.net/politik-gesellschaft/das-leben-ist-vielfaeltig-und-schoen-auch-global-gedacht/ https://schirmer.net/politik-gesellschaft/das-leben-ist-vielfaeltig-und-schoen-auch-global-gedacht/#respond Fri, 22 Aug 2025 13:44:16 +0000 https://schirmer.net/?p=18 Das Leben zeigt sich in unzähligen Farben, Formen und Perspektiven. Diese Vielfalt ist ein Geschenk – und sie macht deutlich: Unser eurozentrischer Blick ist oft eng. Wer den Mut hat, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, entdeckt inspirierende Denkweisen, Lebensweisen und Lösungen.

Gerade bei großen Zukunftsaufgaben wie der Energiewende lohnt sich dieser Perspektivwechsel. Während wir in Deutschland noch ringen, sind andere Länder bereits deutlich weiter und setzen Maßstäbe:

  • Costa Rica: Schon 2019 deckte das Land über 98 % seines Energiebedarfs aus erneuerbaren Quellen. Möglich wurde das durch eine Kombination aus Wasserkraft, Wind- und Geothermieanlagen – und durch konsequenten politischen Willen (Borgen ProjectWorld Future Council).
  • Marokko: Mit dem Noor-Solarprojekt in Ouarzazate betreibt Marokko eines der größten Solarkraftwerke der Welt (580 MW). Es reduziert massiv die Importabhängigkeit von fossilen Brennstoffen und positioniert das Land als künftigen Exporteur von grünem Strom (Borgen ProjectPower Technology).
  • China: Kein Land treibt die Energiewende schneller voran. Bereits 2024 installierte China 357 GW neue Wind- und Solarkapazität – damit war das 2030-Ziel sechs Jahre früher erreicht. Aktuell stammen rund 74 % aller weltweit im Bau befindlichen Wind- und Solarprojekte aus China (AP NewsFinancial TimesGlobal Energy Monitor).
  • Dänemark: Das Land erzeugte 2023 bereits 60 % seines Stroms aus Windkraft und deckte 2024 ganze 88 % seiner Nettostromerzeugung aus erneuerbaren Quellen. Damit ist es europaweit führend (Our World in DataInvest in Denmark).

Impuls

Diese Beispiele zeigen: Das Leben ist nicht nur vielfältig – die Zukunftswege sind es ebenso. Wenn wir bereit sind, unsere eurozentrische Brille abzusetzen, können wir lernen, wie andere Gesellschaften mutig vorangehen.

Vielfalt erweitert nicht nur unseren Horizont – sie macht das Leben reicher, schöner und zukunftsfähiger.

👉 Lasst uns neugierig bleiben und die globalen Perspektiven aktiv einbeziehen. Denn die Energiewende ist kein deutsches oder europäisches Projekt – sie ist eine gemeinsame Aufgabe der Menschheit.

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